16.08.2010
Erneute Fusionsgerüchte
Saure-Gurken-Zeit oder Handfestes bei KBA?
In den letzten Jahren noch hätte man bei einer solchen Meldung "Sommerloch" oder "Saure-Gur­ken-Zeit" gesagt. Aber erstens scheint heute nichts mehr unmög­lich und zweitens wollen offenbar Wirtschaftsjournalisten mit aller Ge­walt, dass die drei großen Druck­maschinenbauer in Deutschland miteinander fusionieren. So druckte das "Handelsblatt" am 10. August 2010 ein Gespräch ab, in dem der KBA-Chef Helge Hansen gesagt haben soll, er sei offen für eine Fu­sion mit manroland. Noch am sel­ben Tag meldet die Wirtschaftszeitung auf seiner Internetseite: "Koe­nig & Bauer blitzt bei manro­land ab", um dann noch einmal in epischer Breite die Positionen der Druckmaschinenhersteller aufzu­zeigen.
Wie im letzten Jahr, als in den Me­dien das Thema einer Fusion zwi­schen Heidelberg und manroland hoch schwappte, wollen wir uns auch dieses Mal nicht an den Spe­ku­lationen beteiligen, sondern uns lieber an Handfestem orientieren.
So nahm der KBA-Vorstandsvorsitzende in einer Pressemitteilung vom 13. August im Zusammenhang mit der Vorstellung der Halbjahres­zahlen Stellung zu diesem Thema. Danach könne KBA trotz intensiver Suche bisher noch keine erfolgrei­che Übernahme oder Kooperation mit neuen Partnern bestätigen. Dennoch halte der Vorstand weiter an seiner Absicht fest, neben der traditionellen Drucktechnik ein neu­es Geschäftsfeld mit Wachs­tums- und Ertragsaussichten aufzubauen. Helge Hansen: »Ein intensiv über verhandeltes M&A-Projekt mit einem Geschäftsvolumen von über 100 Mio. Euro ist leider an zu hohen Risiken gescheitert. Weitere Optio­nen verfolgen wir mit der in der aktuellen Wirtschaftslage notwen­digen Sorgfalt und Geduld. Wir ha­ben keinen Zwang zur Eile und wol­len kein Abenteuer mit ungewissem Ausgang riskieren. Über ausrei­chen­de finanzielle Reserven für ein zukunftsorientiertes Engagement verfügt KBA weiterhin."
www.kba.com

 16.08.2010
Geschäftsjahr 2010/11
Heidelbergs Zahlen für das 1. Quartal
Die insgesamt günstigeren wirt­schaftlichen Bedingungen haben sich offenbar positiv auf die Geschäftsentwicklung der Heidel­berger Druckmaschinen ausgewirkt. So sei im 1. Quartal des Geschäfts­jahres 2010/11 die Investitions­bereitschaft der Kunden gestiegen, wodurch der Konzern bei den Auf­tragseingängen den Aufwärtstrend der Vorquartale fortsetzen konnte. Dieser lag mit 786 Mio. Euro um 43% über dem Vorjahreswert und um 16% über dem Vorquartal. Insge­samt hat sich der Auftragsbestand bei Heidelberg deutlich verbessert, lag zum Ende des 1. Quartals bei 810 Mio. Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit sechs Quarta­len. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte Heidelberg Umsätze in Höhe von 563 Mio. Euro erzielen, das entspricht währungsbereinigt einem Anstieg um 3% gegenüber dem Vorjahr.
Das Betriebsergebnis ist nach wie vor negativ, verbesserte sich aber nach den Angaben von Heidelberg auf –35 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr –63 Mio. Euro. Auch wenn Heidelberg für das Ge­schäftsjahr 2010/11 ein mo­de­rates Umsatzwachstum erwartet, rechnet der Vorstand erneut mit einem deutlichen Jahresfehlbetrag.
www.heidelberg.com

 16.08.2010
Vertriebsvereinbarung
manroland erweitert Produktportfolio
Ab sofort vermarktet und vertreibt manroland Produkte der Tensor Gruppe, einem US-amerikanischen Hersteller von einfachbreiten Zei­tungsdruckmaschinen. Die Ziel­märkte sind Amerika und Südost­asien sowie Afrika. manroland verstärkt damit das Angebot in wachstumsstarken Schwellen­ländern.
www.manroland.com

 21.07.2010
Apple gibt Ergebnisse für 3. Quartal bekannt
Höchster jemals erzielter Umsatz
Apple hat im 3. Quartals im Geschäftsjahr 2010, das am 26. Juni 2010 endete, einen Umsatz von 15,7 Mrd. US-Dollar und einen Netto-Gewinn von 3,25 Milliarden US-Dollar erzielt. In diesem Zeitraum hat Apple knapp 3,5 Mio. Macintosh-Computer verkauft – das ist neuer Quartalsrekord und entspricht 33% mehr Absatz als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Außerdem gingen 8,4 Mio. iPhones (61% mehr als im Vorjahresquartal) und etwa 9,4 Mio. iPods über den Ladentisch. Nach dem Verkaufsstart im zurückliegenden Quartal hat Apple bereits 3.270.000 iPads verkauft.
www.apple.de

 21.07.2010
Heidelberger Weg
Verhandlungen über Kostensenkungspaket abgeschlossen
Geschäftsleitung und Belegschaftsvertreter der Heidelberger Druckmaschinen AG haben sich auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das sich aus dem Verzicht auf tarifliche und betriebliche Leistungen, einem zusätzlichen Stundenkontingent sowie einem innovativen Arbeitszeitkonzept zusammensetzt. Als Teil der Vereinbarung können Mitarbeiter auf freiwilliger Basis bei entsprechendem Entgeltverzicht ihre vertragliche Arbeitszeit auf 57% reduzieren. Mit diesem Konzept soll die Anzahl der betriebsbedingten Kündigungen verringert werden. Insgesamt sollen mit dem Maßnahmenpaket, das auch Sachkosteneinsparungen einbezieht, bis Oktober 2010 rund 500 der weltweit 16.218 Stellen (davon 10.942 Mitarbeiter in Deutschland) wegfallen und zu einer Kostenreduzierung im Geschäftsjahr 2010/11 von 60 Mio. Euro und im folgenden Geschäftsjahr 80 Mio. Euro führen. Zusammen mit den im Geschäftsjahr 2009/10 eingesparten 400 Mio. Euro ergibt sich damit eine Summe bis ins Geschäftsjahr 2011/12 von 480 Mio. Euro.
„Wir haben uns auf einen Heidelberger Weg geeinigt, der die vorhandenen Kapazitäten an die Auftragslage anpasst und dennoch möglichst viele Mitarbeiter und damit wertvolles Know-how im Unternehmen behält. Gleichzeitig haben wir unsere Einsparziele erreicht“, sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.
www.heidelberg.com

 21.07.2010
Vorläufige Halbjahreszahlen von KBA
Auftragseingang 39 % über dem Vorjahr
Die Koenig & Bauer AG meldet ein deutliches Plus beim Auftragseingang. Nach der Konsolidierungsphase 2009 lag der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres nach vorläufigen Zahlen auf Konzernebene um circa 39% über dem Vorjahr (2009: 489,1 Mio. Euro). Der Auftragsbestand Ende Juni für das Jahr 2010 von mehr als 500 Mio. Euro mache das Erreichen des Konzern-Umsatzziels von gut 1,1 Mrd. Euro im laufenden Geschäftsjahr wahrscheinlich.
www.kba.com

 21.07.2010
Quartalszahlen
Heidelberg meldet mehr Aufträge
Die Heidelberger Druckmaschinen AG erholt sich ganz offensichtlich nach der Krise. Mit 786 Mio. Euro hat der Auftragseingang im 1. Quartal des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt, meldet Heidelberg. Die Auftragslage sei dabei international jedoch weiterhin uneinheitlich. Schwierig seien nach wie vor die USA und Japan, wogegen einige europäische Märkte sowie die Regionen Asien und Südamerika einen guten Verlauf zeigen.
www.heidelberg.com

 09.06.2010
Verband deutscher Buchbindereien aufgelöst
Mitgliederzahl zu gering
Am 30. April 2010 beschlossen die Mitglieder des Verband deutscher Buchbindereien für Verlag und In­dustrie e.V. (VDB) die Auflösung des Verbandes. Dies wurde vom Amtsgericht Freiburg zum 1. Juni 2010 bestätigt. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre sank die Mitgliederzahl zuletzt auf eine kritische Marke, die das Ende des Verbandes besiegelte.
www.vdb-net.de

 01.06.2010
Weitere Entlassungen angekündigt
Wifag gibt Maschinenbau auf
Die Berner Druckmaschinenfabrik Wifag gibt den Bau von Druckmaschinen auf und will künftig nur noch das Servicegeschäft wahrnehmen, 170 von 233 Stellen werden abgebaut. Wifag, einst führender Hersteller von Rollendruckmaschinen, be­schäftigte einst 650 Mitarbeiter, bevor letztes Jahr 400 Ar­beitsplätze ab­gebaut wurden.
www.wifag.ch

 25.05.2010
Operative Sanierung trotz Insolvenzverfahren
Böwe Systec AG insolvent
Die Böwe Systec AG hat am 20. Mai 2010 beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen hatte Anfang 2009 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet und damit inzwischen bessere operative Ergebnisse erzielt. Die derzeit schwache Finanzstruktur hat die Einleitung des Insolvenzverfahrens dennoch notwendig gemacht. Der Geschäftsbetrieb soll jedoch ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Ziel ist, Böwe Systec AG als Ganzes zu erhalten und wieder nachhaltig profitabel aufzustellen“, sagte Oliver Bialowons, Vorstandsvorsitzender der Böwe Systec AG. Das Unternehmen strebt an, alle Aufträge plangemäß abzuarbeiten, alle bestellten Maschinen auszuliefern, alle Wartungs- und Serviceleistungen zu erfüllen, und neue Aufträge entgegen zu nehmen. Die gesamte BÖWE-Gruppe beschäftigt rund 3600 Mitarbeiter. Von der Insolvenz der Böwe Systec AG sind rund 600 Mitarbeiter betroffen. Der bereits laufende Restrukturierungsprozess umfasst eine weitere Personalreduzierung um 120 Mitarbeiter.
www.boewe-systec.de

Seiten (28): [1] 2 3 4 ...